EPPSTEIN

EPPSTEIN

Taunus Fototour durch Eppstein

 

Im Februar 2018 traf ich mich mit Hassan Azzouz zum fotografieren. Wir wollten Seifenblasen zum gefrieren bringen. Doch leider war der Wind so stark und so mussten wir das Vorhaben abbrechen.

Das Treffen war letztendlich aber doch von einem Erfolg gekrönt, da an seinem Ende die Gründung der Facebook Gruppe „Taunus Tour“ stand.

Zweck der Gruppe soll sein, allen Interessierten den Taunus näher zu bringen. Daher waren wir uns schnell einig, das wir dazu kostenlose Foto Walks anbieten wollen.

Schnell füllte sich unser Portal mit interessierten Menschen. Manche aus dem Taunus, andere leider verzogen aber dem Taunus verbunden und einige aus dem Rhein-Main-Gebiet. Wow! Inzwischen sind es 177 Mitglieder! Wir wollten gar nicht so eine große Gruppe, denn oft sind nur wenige aktiv dabei. Ich bin erstaunt über diese vielen tollen Beiträge. Wir tauschen uns über schöne Wanderwege oder Plätze zum Fotografieren aus. Oder es war jemand im Taunus unterwegs und teilt sein Erlebnis mit uns. An dieser Stelle möchte ich mich bei Euch bedanken! Die Gruppe lebt! Und es ist etwas tolles entstanden.

So kam es zu unserem ersten Event. Die Taunus Eppstein Tour!

Warum  Eppstein?. Der Ort bietet malerische Ecken und hat mit der Burg und dem Kaisertempel auch noch besondere Highlights zu bieten. Hassan lebt in Eppstein und liebt diesen schönen Ort. Ich war schon einige Male mit ihm dort fotografieren. Er befasst sich sehr mit seinem Wohnort und schreibt schon mal dem Bürgermeister, dass die Bänke am Kaisertempel wenig einladend aussehen. Mit Erfolg, inzwischen stehen neue dort.

Mehr zu Eppstein:  http://www.eppstein.de/staticsite/staticsite.php?menuid=160&topmenu=236

Wir fingen also an zu planen,

*Wo starten wir die Tour?

*Wo und wann pausieren wir?

*Wie lange brauchen wir von einem Spot zum anderen?

*Wann ist der Sonnenuntergang an diesem Tag

*Was ist, wenn jemand nicht zum Tempel laufen kann?

*Wo parken wir ?

*Ist die Burg geöffnet und wenn ja,  wie lange?

 

Burgblick

Wir liefen den Weg zur Probe einmal gemeinsam ab, nahmen Strecken auf und schauten nach der Uhrzeit. Schnell war klar: Das wird lang! Also starten wir am besten schon Mittags, um alles sehen zu können und dann pünktlich den Sonnenuntergang zu erwischen. Somit stand unser Vorhaben fest. Als sämtliche Planungsarbeiten abgeschlossen waren, gaben wir in der Facebook Gruppe den angedachten Termin bekannt und waren über das grosse Interesse mehr als erstaunt.

Letztendlich trafen von 70  interessierten Personen 17 beim Treffpunkt, dem Parkplatz vom Bahnhof Eppstein, ein.

Nach dem Empfang der Teilnehmer, einige kannten wir schon, andere waren uns nur durch Facebook bekannt, durch Hassan und mich, ging die Tour los. Der Weg führte uns vom Bahnhof durch den Wald über Steinstufen und umgelegte Baumstämme den Fels zum ersten Aussichtspunkt hinauf. Während des Marsch lernten sich die Teilnehmer bei ersten Gesprächen und regem Austausch kennen. Am Aussichtspunkt angekommen, war erst ein mal eine kleine Verschnaufpause angesagt. Von diesem Punkt hat man einen wundervollen Blick auf die Burg Eppstein, welche der Sage nach von Ritter Eppo mit Gebeinen eines von ihm erschlagenen Riesen erbaut worden sein soll. Wir hatten Glück, das wir auf diesem Teil des Weges von Walburga Kliem begleitet wurden, welche eine selbstständige Märchenerzählerin und Erzählkünstlerin ist. Was lag also näher, das Sie uns die Legende vom Ritter Eppo zum besten gab.

 

 

Die Sage gibt es hier: http://www.sagen.at/texte/sagen/deutschland/hessen/eppsteiner.htmlSage

Wer Interesse an Walburgas Kunst hat, findet hier Informationen: www.walburga-kliem.de

Danke liebe Birgit für Nicole in Aktion 😉

Der Weg führte uns dann durch den Wald wieder zurück zum Bahnhof. Von dort ging es durch die Altstadt zur Burg, durch Gassen mit zauberhaften, winzigen Fachwerkhäuschen und Kopfsteinpflaster, vorbei an der St. Laurentius Kirche die hinter einem noch blühenden Magnolienbaum zum Vorschein kam.

Die Burg Eppstein ist aus dem 10. Jahrhundert und war Hauptresidenz der Herren von Eppstein. Auf dem Felssporn eines Bergrückens errichtet und durch einen Halsgraben vom Bergrücken  getrennt, stellt sie eine typische Spornburg dar. Die Burg war am Sonntag von 11-17 Uhr geöffnet. Wir bezahlten 4Euro Eintritt und gingen in den Burghof. Dort angekommen eröffneten, sich wunderschöne Gärten und Türme mit kleinen Vorhöfen. Sogar ein kleiner Weinberg befindet sich im Burghof, Uwe erzählte uns das drei  Rebenstöcke davon ihm gehören. In einem der Türme saß gerade ein Turmfalke. Er blieb für uns natürlich sitzen. So konnte jeder ihn seelenruhig fotografieren. Vom Hauptturm aus kann man wunderbar über Eppstein und den Taunus blicken. Ein Blick über den Bergfried macht die Sage wieder spürbar.

Blick vom Burg Turm

Nach der Burgbesichtigung mussten wir alle etwas trinken. Wie bestellt, waren es 28 Grad und Sonnenschein in Eppstein. Gute Voraussetzungen für unser Sonnenuntergangsvorhaben.

Frisch gestärkt ging es aufwärts, 226m um genau zu sein! Der große Mannstein der Ort des „Staufenschwur’s“  liegt auf der Kelkheimer Seite. Mit traumhaftem Ausblick über Kelkheim, Frankfurt und die Taunushöhen. Die Brüder und Freiheitskämpfer Friedrich, Heinrich und Max von Gagen versprachen sich hier im Jahr 1838, gemeinsam alles für die Einheit und Freiheit Deutschlands zu tun. Der „Staufenschwur“ fand seine Umsetzung in der Frankfurter Paulskirche, in der Heinrich von Gagen 1848 zum ersten Präsidenten der Nationalversammlung gewählt wurde. Ein kurzer weiterer Anstieg führt zum Staufen hinauf.

Einigen machte der weite Weg nach oben schon im Kopf zu schaffen, andere hatten gesundheitliche Probleme, zum Glück kann man am Kaisertempel parken! Somit liefen nur fünf Personen den Weg selbst hinauf. Wer? Hassan, Tim, Achim, Uwe und ich natürlich. Ich bewaffnete mich mit Cappuccino und Eis und los ging es bergauf. *schmunzel

Oben angekommen, konnten wir nicht lange verschnaufen, denn wir waren erst am Kaisertempel angelangt. Der große Mannstein liegt auf der anderen Seite, über den Berg drüber. Also sammelten wir die anderen ein und weiter ging es bergauf. Auf dem Weg schwatzten und lachten wir und so kam es uns gar nicht so lange vor. Da die Gruppe nicht so groß war, kam ich dazu mit jedem zu sprechen. Ich liebe Menschen und ihre Geschichten, höre gern zu und freue mich über schöne Gespräche. Uwe erzählte von der bevorstehenden Schottlandreise und Rebekka warf ein, dass Sie von dort kommt. Birgit litt unheimlich unter dem Pollenflug, an dieser Stelle …Respekt meine liebe! Durch die Birken mit lachendem Gesicht und roten Augen! Wow! Power pur! Sven sorgte immer wieder für Brüller und im Umkreis von mindestens 10km war kein Reh oder Wildschwein mehr zu sehen! Mit Jan verabredete ich mich zum nächsten Fotografiertreffen. Achim erzählte vom Sonnenaufgang in Gemünden und Fototouren zum Kühkopf.  Marcel, unser jüngster im Bunde, erzählte von seinen alten Linsen und fotografierte fröhlich. Ach, das war schön und so manch anderes Gespräch hängt mir noch im Kopf. Oben angekommen, staunten einige nicht schlecht! Die Felsenbirne blühte und dahinter konnte man den Feldberg sehen. Geradeaus erstreckte sich Kelkheim bis hin zu Königstein mit Burg! Auf der rechten Seite: Freier Blick nach Frankfurt. Die Skyline lag etwas im Dunst aber man konnte Sie erkennen. Der Felsen lud zum verweilen ein und lag einfach traumhaft schön zwischen gewundenen Bäumen.

FOTO: Manima ( Hassan Azzouz )

Die Schillereiche steht am Grossen Mannstein. Sie wurde anlässlich  des 100. Todestages von Friedrich Schiller gepflanzt. Baronin Antoine von Reinbach ließ auch einen Gedenkstein aufstellen und pflanzte eine amerikanische Roteiche.                                                                                      

Nachdem wir alle ausgiebig fotografiert und ordentlich Social Media ausgeführt hatten, ging es wieder abwärts. Der Sonnenuntergang wartet nicht! Sonnenuntergang sollte um 20:30 Uhr sein. Es war schon 19:30 Uhr! Im Schnellschritt, geht bergab ja sehr gut, ging es zurück zum Kaisertempel. Besser gesagt neben den Kaisertempel auf die Felsen. Jeder suchte sich ein geeignetes Plätzchen. Der Himmel sah vielversprechend aus! Auch wenn jeder seinen Platz gefunden hatte, gequatscht wurde trotzdem! Manchmal sogar Via Instagram in Form eines Live Chats 😉 Ich saß auf einem Felsvorsprung und beobachtete das Treiben um mich herum. Die Kameras klickten, Objektive wurden bewertet, gescherzt und gerufen ob noch alle da sind. Was ein toller Ausklang eines traumhaften Tages! Die Sonne ging eindrucksvoll über Eppstein unter, wir saßen auf warmen Felsen und genossen die Abendstunde.

 Am Ende sind wir 15452 Schritte gewandert, sprich 8 km!

Um 21 Uhr war die Sonne weg und es wurde dunkel. Der Hunger meldete sich! Da wir mittags die Gaststätte „Zum Taunus“ überfallen hatten, die eigentlich schon zu hatte, beschlossen wir, dort nochmals etwas zu essen. Wir wurden wieder sehr freundlich empfangen und bewirtet. Am Ende des Tages warn wir zwar alle geschafft aber rundum zufrieden.

Das war sie also! Unsere erste Taunus Tour!

Die Bilder der Tour gibt es am Ende des Textes.

Einmal eine Story aus Handy Bildern die unseren Weg beschreibt. Und natürlich meine Bilder von diesem Tag.

Dankeschön an alle die dabei waren, Ihr habt den Tag zu etwas besonderem gemacht!

Bis zur nächsten Tour

Eure Nicole

 

FOTO STORY

Posted on: 26. April 2018Nicole Herr

6 Gedanken zu „EPPSTEIN

  1. Danke für die schönen Inspirationen, Unterhaltungen und schöne Erlebnisse. Wir alle hatten noch Tagen danach, ein Lächeln davon ins Gesicht gemalt. 😘

  2. war ein perfekt Tag und dein Bericht spiegelt dies auch klasse wieder, echt super geschrieben von dir

    ich hatte den ganzen Tag das Gefühl als wenn ihr schon ewig Fototour macht und es hat echt alles gepasst, vom Wandern, den Aussichtspunkten, den Leuten, dem Wetter und als i-Pünktchen der bestellte Sonnenuntergang

    Vielen Dank das ihr das ihr beide das ins Leben gerufen habt um uns euren schönen Taunus zu zeigen

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