Monat: April 2018

EPPSTEIN

Taunus Fototour durch Eppstein

 

Im Februar 2018 traf ich mich mit Hassan Azzouz zum fotografieren. Wir wollten Seifenblasen zum gefrieren bringen. Doch leider war der Wind so stark und so mussten wir das Vorhaben abbrechen.

Das Treffen war letztendlich aber doch von einem Erfolg gekrönt, da an seinem Ende die Gründung der Facebook Gruppe „Taunus Tour“ stand.

Zweck der Gruppe soll sein, allen Interessierten den Taunus näher zu bringen. Daher waren wir uns schnell einig, das wir dazu kostenlose Foto Walks anbieten wollen.

Schnell füllte sich unser Portal mit interessierten Menschen. Manche aus dem Taunus, andere leider verzogen aber dem Taunus verbunden und einige aus dem Rhein-Main-Gebiet. Wow! Inzwischen sind es 177 Mitglieder! Wir wollten gar nicht so eine große Gruppe, denn oft sind nur wenige aktiv dabei. Ich bin erstaunt über diese vielen tollen Beiträge. Wir tauschen uns über schöne Wanderwege oder Plätze zum Fotografieren aus. Oder es war jemand im Taunus unterwegs und teilt sein Erlebnis mit uns. An dieser Stelle möchte ich mich bei Euch bedanken! Die Gruppe lebt! Und es ist etwas tolles entstanden.

So kam es zu unserem ersten Event. Die Taunus Eppstein Tour!

Warum  Eppstein?. Der Ort bietet malerische Ecken und hat mit der Burg und dem Kaisertempel auch noch besondere Highlights zu bieten. Hassan lebt in Eppstein und liebt diesen schönen Ort. Ich war schon einige Male mit ihm dort fotografieren. Er befasst sich sehr mit seinem Wohnort und schreibt schon mal dem Bürgermeister, dass die Bänke am Kaisertempel wenig einladend aussehen. Mit Erfolg, inzwischen stehen neue dort.

Mehr zu Eppstein:  http://www.eppstein.de/staticsite/staticsite.php?menuid=160&topmenu=236

Wir fingen also an zu planen,

*Wo starten wir die Tour?

*Wo und wann pausieren wir?

*Wie lange brauchen wir von einem Spot zum anderen?

*Wann ist der Sonnenuntergang an diesem Tag

*Was ist, wenn jemand nicht zum Tempel laufen kann?

*Wo parken wir ?

*Ist die Burg geöffnet und wenn ja,  wie lange?

 

Burgblick

Wir liefen den Weg zur Probe einmal gemeinsam ab, nahmen Strecken auf und schauten nach der Uhrzeit. Schnell war klar: Das wird lang! Also starten wir am besten schon Mittags, um alles sehen zu können und dann pünktlich den Sonnenuntergang zu erwischen. Somit stand unser Vorhaben fest. Als sämtliche Planungsarbeiten abgeschlossen waren, gaben wir in der Facebook Gruppe den angedachten Termin bekannt und waren über das grosse Interesse mehr als erstaunt.

Letztendlich trafen von 70  interessierten Personen 17 beim Treffpunkt, dem Parkplatz vom Bahnhof Eppstein, ein.

Nach dem Empfang der Teilnehmer, einige kannten wir schon, andere waren uns nur durch Facebook bekannt, durch Hassan und mich, ging die Tour los. Der Weg führte uns vom Bahnhof durch den Wald über Steinstufen und umgelegte Baumstämme den Fels zum ersten Aussichtspunkt hinauf. Während des Marsch lernten sich die Teilnehmer bei ersten Gesprächen und regem Austausch kennen. Am Aussichtspunkt angekommen, war erst ein mal eine kleine Verschnaufpause angesagt. Von diesem Punkt hat man einen wundervollen Blick auf die Burg Eppstein, welche der Sage nach von Ritter Eppo mit Gebeinen eines von ihm erschlagenen Riesen erbaut worden sein soll. Wir hatten Glück, das wir auf diesem Teil des Weges von Walburga Kliem begleitet wurden, welche eine selbstständige Märchenerzählerin und Erzählkünstlerin ist. Was lag also näher, das Sie uns die Legende vom Ritter Eppo zum besten gab.

 

 

Die Sage gibt es hier: http://www.sagen.at/texte/sagen/deutschland/hessen/eppsteiner.htmlSage

Wer Interesse an Walburgas Kunst hat, findet hier Informationen: www.walburga-kliem.de

Danke liebe Birgit für Nicole in Aktion 😉

Der Weg führte uns dann durch den Wald wieder zurück zum Bahnhof. Von dort ging es durch die Altstadt zur Burg, durch Gassen mit zauberhaften, winzigen Fachwerkhäuschen und Kopfsteinpflaster, vorbei an der St. Laurentius Kirche die hinter einem noch blühenden Magnolienbaum zum Vorschein kam.

Die Burg Eppstein ist aus dem 10. Jahrhundert und war Hauptresidenz der Herren von Eppstein. Auf dem Felssporn eines Bergrückens errichtet und durch einen Halsgraben vom Bergrücken  getrennt, stellt sie eine typische Spornburg dar. Die Burg war am Sonntag von 11-17 Uhr geöffnet. Wir bezahlten 4Euro Eintritt und gingen in den Burghof. Dort angekommen eröffneten, sich wunderschöne Gärten und Türme mit kleinen Vorhöfen. Sogar ein kleiner Weinberg befindet sich im Burghof, Uwe erzählte uns das drei  Rebenstöcke davon ihm gehören. In einem der Türme saß gerade ein Turmfalke. Er blieb für uns natürlich sitzen. So konnte jeder ihn seelenruhig fotografieren. Vom Hauptturm aus kann man wunderbar über Eppstein und den Taunus blicken. Ein Blick über den Bergfried macht die Sage wieder spürbar.

Blick vom Burg Turm

Nach der Burgbesichtigung mussten wir alle etwas trinken. Wie bestellt, waren es 28 Grad und Sonnenschein in Eppstein. Gute Voraussetzungen für unser Sonnenuntergangsvorhaben.

Frisch gestärkt ging es aufwärts, 226m um genau zu sein! Der große Mannstein der Ort des „Staufenschwur’s“  liegt auf der Kelkheimer Seite. Mit traumhaftem Ausblick über Kelkheim, Frankfurt und die Taunushöhen. Die Brüder und Freiheitskämpfer Friedrich, Heinrich und Max von Gagen versprachen sich hier im Jahr 1838, gemeinsam alles für die Einheit und Freiheit Deutschlands zu tun. Der „Staufenschwur“ fand seine Umsetzung in der Frankfurter Paulskirche, in der Heinrich von Gagen 1848 zum ersten Präsidenten der Nationalversammlung gewählt wurde. Ein kurzer weiterer Anstieg führt zum Staufen hinauf.

Einigen machte der weite Weg nach oben schon im Kopf zu schaffen, andere hatten gesundheitliche Probleme, zum Glück kann man am Kaisertempel parken! Somit liefen nur fünf Personen den Weg selbst hinauf. Wer? Hassan, Tim, Achim, Uwe und ich natürlich. Ich bewaffnete mich mit Cappuccino und Eis und los ging es bergauf. *schmunzel

Oben angekommen, konnten wir nicht lange verschnaufen, denn wir waren erst am Kaisertempel angelangt. Der große Mannstein liegt auf der anderen Seite, über den Berg drüber. Also sammelten wir die anderen ein und weiter ging es bergauf. Auf dem Weg schwatzten und lachten wir und so kam es uns gar nicht so lange vor. Da die Gruppe nicht so groß war, kam ich dazu mit jedem zu sprechen. Ich liebe Menschen und ihre Geschichten, höre gern zu und freue mich über schöne Gespräche. Uwe erzählte von der bevorstehenden Schottlandreise und Rebekka warf ein, dass Sie von dort kommt. Birgit litt unheimlich unter dem Pollenflug, an dieser Stelle …Respekt meine liebe! Durch die Birken mit lachendem Gesicht und roten Augen! Wow! Power pur! Sven sorgte immer wieder für Brüller und im Umkreis von mindestens 10km war kein Reh oder Wildschwein mehr zu sehen! Mit Jan verabredete ich mich zum nächsten Fotografiertreffen. Achim erzählte vom Sonnenaufgang in Gemünden und Fototouren zum Kühkopf.  Marcel, unser jüngster im Bunde, erzählte von seinen alten Linsen und fotografierte fröhlich. Ach, das war schön und so manch anderes Gespräch hängt mir noch im Kopf. Oben angekommen, staunten einige nicht schlecht! Die Felsenbirne blühte und dahinter konnte man den Feldberg sehen. Geradeaus erstreckte sich Kelkheim bis hin zu Königstein mit Burg! Auf der rechten Seite: Freier Blick nach Frankfurt. Die Skyline lag etwas im Dunst aber man konnte Sie erkennen. Der Felsen lud zum verweilen ein und lag einfach traumhaft schön zwischen gewundenen Bäumen.

FOTO: Manima ( Hassan Azzouz )

Die Schillereiche steht am Grossen Mannstein. Sie wurde anlässlich  des 100. Todestages von Friedrich Schiller gepflanzt. Baronin Antoine von Reinbach ließ auch einen Gedenkstein aufstellen und pflanzte eine amerikanische Roteiche.                                                                                      

Nachdem wir alle ausgiebig fotografiert und ordentlich Social Media ausgeführt hatten, ging es wieder abwärts. Der Sonnenuntergang wartet nicht! Sonnenuntergang sollte um 20:30 Uhr sein. Es war schon 19:30 Uhr! Im Schnellschritt, geht bergab ja sehr gut, ging es zurück zum Kaisertempel. Besser gesagt neben den Kaisertempel auf die Felsen. Jeder suchte sich ein geeignetes Plätzchen. Der Himmel sah vielversprechend aus! Auch wenn jeder seinen Platz gefunden hatte, gequatscht wurde trotzdem! Manchmal sogar Via Instagram in Form eines Live Chats 😉 Ich saß auf einem Felsvorsprung und beobachtete das Treiben um mich herum. Die Kameras klickten, Objektive wurden bewertet, gescherzt und gerufen ob noch alle da sind. Was ein toller Ausklang eines traumhaften Tages! Die Sonne ging eindrucksvoll über Eppstein unter, wir saßen auf warmen Felsen und genossen die Abendstunde.

 Am Ende sind wir 15452 Schritte gewandert, sprich 8 km!

Um 21 Uhr war die Sonne weg und es wurde dunkel. Der Hunger meldete sich! Da wir mittags die Gaststätte „Zum Taunus“ überfallen hatten, die eigentlich schon zu hatte, beschlossen wir, dort nochmals etwas zu essen. Wir wurden wieder sehr freundlich empfangen und bewirtet. Am Ende des Tages warn wir zwar alle geschafft aber rundum zufrieden.

Das war sie also! Unsere erste Taunus Tour!

Die Bilder der Tour gibt es am Ende des Textes.

Einmal eine Story aus Handy Bildern die unseren Weg beschreibt. Und natürlich meine Bilder von diesem Tag.

Dankeschön an alle die dabei waren, Ihr habt den Tag zu etwas besonderem gemacht!

Bis zur nächsten Tour

Eure Nicole

 

FOTO STORY

Grosser Feldberg

Grosser Feldberg Taunus

Wer aus Hessen kommt, kennt ihn! Den Feldberg, er ist 881m hoch und der höchste Berg im Taunus.
Das Feldbergmassiv, bestehend aus großem Feldberg und dem nahegelegenen kleinen Feldberg ist Bestandteil des Taunushauptkamms,
von uns Hochtaunus genannt.
Er ist beliebtes Wintersportgebiet, Rodeln ist so gut wie immer möglich. Doch aufgrund des immer häufigeren Schneemangels verlor er bei Wintersportlern an Attraktivität.

 

So gibt es leider nur noch einen kleinen Skilift am „Siegfriedschuss“  gegenüber dem Naturpark Hotel Weilquelle. www.naturparkhotel.de
Der oberste Bereich ist unbewaldet und daher, zu jeder Jahreszeit, ein beliebtes Ausflugsziel.
Unzählige Wanderwege aus allen erdenklichen Richtungen führen zu ihm hinauf. Manche davon sind über und über von Wurzeln durchzogen und man kommt sich vor wie im Märchen.
(Informationen rund um Wanderwege und den Feldberg: www.Taunusclub.de)
Dieser Weg ist zu meiner Lieblingsjoggingstrecke geworden. Unterwegs mache ich immer eine Pause am Feldbergborn. Frisches, klares Wasser, hilft mir die letzten 200 Höhenmeter zu schaffen. Der Feldbergborn ist die  höchstgelegenste als Brunnen eingefasste, Quelle im Taunus. Zwei Bänke und ein Tisch laden zum verweilen ein.
Auf meinem Weg entdecke ich viele Lichtungen, Waldwege und besondere Bäume zum Fotografieren. Es gibt mir immer einen besonderen Kick. Das Plateau erreicht zu haben und dann, den Wurzelweg auf der anderen Seite runterzuspringen. Freiheit pur! Schön ist  auch das Gipfelkreuz, es enthält einen Taunus -Quarzit und wurde 2011auf dem Plateau aufgestellt.

 

Hier oben ist das Wetter meist anders als schon im nahegelegenen Königstein.
Zurzeit liegt viel Schnee und es ist bis zu -7 Grad kalt. ( stand 01.03.18)
Das lockt viele aus dem Rhein-Main Gebiet zum Rodeln oder Wandern auf den Berg.
Ich suche mir dann eher die stillen versteckten Ecken zum Fotografieren aus.
Wie das Wetter gerade auf dem Feldberg ist, kann man super über die Webcam sehen;  https://taunus.info/webcams/
Meist entscheide ich am  Abend vorher; “Morgen muss ich raus und fotografieren gehen!“. Gern bin ich dazu sehr früh unterwegs.
Dann ist es noch ruhig auf dem Plateau. Das Wetter spielt für mich dabei keine Rolle.
Mir ist es schon passiert, dass ich um 5 Uhr aufgestanden bin, um am See den Sonnenaufgang zu fotografieren.
Der Nebel machte mir aber einen dicken Strich durch die Rechnung!
Da stand ich nun um 5:30Uhr am See und die Sonne kam nicht.
Heimfahren und aufgeben? Nichts für mich!
So fuhr ich auf den Feldberg und suchte mir eine besonders neblige Stelle aus.
Die Bäume waren saftig grün im Dämmerlicht. Der Wind schob den Nebel in Schwaden zwischen den Bäumen durch.
Ich schnappte mir meinen roten Regenmantel, den ich glücklicherweise im Auto hatte.
So entstanden mystische Aufnahmen im Taunus-Nebel-Wald.
Mein ganzer Stolz ist mein erstes Cinemagraph, das dort entstand.
Bis dahin wusste ich gar nicht wie sowas funktioniert!
Ich filmte mich zwischen den sich im Wind wiegenden Bäumen in meinem roten Regenmantel. Daraus entnahm ich ein Standbild und stellte in Photoshop nur die Bereiche frei, die sich bewegen sollten.
Ich war begeistert, das hinbekommen zu haben!*lach*
Als absoluter Photoshop Anfänger gar nicht so einfach!
Durch diese Aktion kam mir die Idee zum Mystisch- Magischen-Taunus und es entstanden einige Aufnahmen zu diesem Thema.
Manchmal verdecken dicke Wolken die Täler unterhalb des Bergs und nur auf dem Plateau ist die schöne Lichtstimmung zu sehen.
Erst ist man enttäuscht, dass es keinen Sonnenaufgang gibt. Doch schaut man sich dieses Wolkenmeer genauer an, ist man wieder begeistert.
Nicht nur das Feldberg-Plateau ist geeignet zum Fotografieren des Sonnenauf- und -untergangs. Ringsherum zwischen den Bäumen findet man lauschige Plätzchen
die freie Sicht auf die Sonne geben.
Auch am Brunhildisfelsen ist m Sommer einiges los! Gerade zum Sonnenuntergang sitzen verliebte Pärchen auf der beliebten Felsformation.
Der Brunhildisfelsen besteht aus Quarzit. Von diesem Felsvorsprung hat man einen grandiosen Panoramablick auf das Usinger Land,
Man kann die Burg Reifenberg gut erkennen und es gibt einen freien Blick auf die Lichter von Niederreifenberg!
Brunhildisfelsen
Meist hocke ich mich zwischen Gräser und Büsche, um das Gegenlicht zu nutzen. Das Spielen mit dem Licht und Zweigen liebe ich sehr, vor allem wenn es vorher geregnet hat und alles voller Tropfen hängt. Dann reflektiert das Licht so schön in den Regentropfen.
Sonnenuntergang
Auf dem Gipfelplateau gibt es zudem noch eine Falknerei, den Feldberghof mit hessischer Küche und zwei Kioske, die nicht weg zu denken sind. Einer davonbefindet sich im 40m hohen Aussichtsturm:
Am Kiosk zwischen Falknerei & Feldberghof habe ich schon als Kind meinen Kakao gekauft 😉
Vom Plateau aus hat man heute keine freie Sicht mehr auf die Skyline von Frankfurt, die Bäume sind inzwischen zu hoch und dicht gewachsen.
Aber wenn man sich auskennt findet man ein paar Lücken rund um den Berg und kann einen Blick auf die unter uns liegende Stadt werfen.
City lights
Mein erstes Milchstraßen Bild ist auf dem Feldberg entstanden! Diesen Sommer möchte ich es wieder versuchen und ein besseres Ergebnis erzielen. Damals hatte ich noch nicht die Ausrüstung wie heute.
Milchstraße über dem Feldberg
Am Abend des 14.02.16 gab es einen Supermond.
Die Nacht war nicht klar, doch der verschleierte Supermond hatte etwas!
An diesem Abend waren unzählige Fotografen auf dem Berg, trotz schlechter Wetterbedingungen.
Supermond
Ich kann nicht mehr zählen wie oft ich dort oben Sonnenuntergänge aufgenommen habe. Nach der Bilderflut zu urteilen, die sich auf meinem PC tummeltsehr oft!
Der Feldberg ist immer einen Besuch wert, nie bin ich nach Hause gekommen und hatte nichts im Kasten!
Eine Auswahl an Aufnahmen stelle ich Euch am Ende in einer Galerie bereit. Der ein oder andere wird den bekannten Baum erkennen und auch schon mal dort gestanden haben, wo die Bilder entstanden sind.
Liebe Grüße Nicole